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Die Provinzstadt Krabi und die traumhafte und vor allem ruhige Insel Ko Lanta waren meine ersten Destinationen auf meiner ersten Reise nach Thailand. Und scheinbar hat es mir so gefallen, dass schon zwei weitere Thailand-Reisen innerhalb kurzer Zeit dazugekommen sind. Doch was machte den Reiz dieser Destinationen an der Andamannensee aus? Der Versuch einer Erklärung:

Krabi

Ich würde definitiv empfehlen, mehrere Tage in Krabi-Stadt und der Umgebung einzuberechnen und Krabi nicht einfach als Durchgangsstation für Phuket oder eine der anderen zahlreichen Inseln anzusehen. Denn die kleine, charmante Provinzstadt hat viel zu bieten. Aber da die Anzahl Ferientage ja selten ein Wunschkonzert ist (so leider auch bei mir) und man in diesen limitierten Anzahl Tagen möglichst viel sehen will, hier wenigstens einen Tipp, wie man auch an nur einem Abend in Krabi-Stadt so viel wie möglich erleben (und essen) kann:

Los gehts vom Hotel – von welchen es in Krabi ganz viele schöne und vor allem preiswerte gibt – zum bunten Früchte- und Gemüsemarkt in der Stadt. Da halten wir vor allem Ausschau nach etwas Orangem (meiner Lieblingsfrucht der Papaya) und etwas Grünlichem (der frischen Kokusnuss). Innerhalb von ein paar Minuten ist man ausgerüstet mit Papaya-Stücken in mehrmals verpackten Plastiktütchen und einer Kokosnusse in der Hand und man schlendert gemütlich schmatzend und schlürfend hinunter zum Hafen.

Dort suchen wir uns ein vertrauenswürdiges Longtail-Boot und einen sympathischen Bootsführer, welcher einem nicht übermässig abzocken will. Diese beiden Parteien sind schnell gefunden und so geht es auf dem privaten Longtail (ca. 15 Euro) los mit einer romantischen Fahrt in den Sonnenuntergang hinein durch die Mangroven auf dem Krabi River.  Die ca. 1.5h dauernde Fahrt bietet wirklich so einiges. Neben einer idyllischen Ruhe sieht man diverse Fischer, Äffchen und natürlich den Sonnenuntergang durch die Mangroven durchschimmern. Damit es aber spannend bleibt, darf auch die Action nicht fehlen. Dies beispielsweise wenn das Boot aufgrund eines zu geringen Wasserstands plötzlich stecken bleibt. Beim Gedanken hier in den Mangroven übernachten zu müssen, tauchen dann die diversen vorher gesehenen (wirklich nicht sehr attraktiven und zahlreichen) Flusskrebse und die eben noch so süssen Äffchen vor den Augen. Aber der Guide hat natürlich nach ein paar langen Minuten alles wieder im Griff und so geht es unversehrt zurück in den Hafen.

Die Papayas schon gut verdaut, geht es an den geschäftigen Nightmarket, wo wir genüsslich uns den Hals bei einem nicht ‚Farrang-spicy‘ Green Curry verbrennen (aber da ist man auch selber Schuld, man könnte ja auch ein milderes Curry oder auch ein leckeres Pad Thai essen). Mit leicht rumorendem Bauch geht es dann direkt in einer der super (seriösen) Thai-Massagen, wo man sich 1.5h für ein sehr kleines Budget (ca. 5 Euro) wiederherstellen kann. Und als Belohnung, die Thai-Massage überlebt zu haben, kann man sich dann noch ein Roti zum Dessert leisten. Dieses Roti ist schwer zu beschreiben, es ist einfach traumhaft lecker, deshalb unbedingt probieren (die erhält man den Strassen-Ständen, wo man Eier, Bananen und eine grosse Herdplatte erkennt (und flinke Hände, welche den Teig zu dünnen ‚Crepes‘ schlagen). Tja, so geht der perfekte Abend schon fast zu Ende und man schlendert mit einem Bier (oder die Frau mit einem anderen leckereren Getränk) zum Hotel zurück und freut sich auf den nächsten Tag auf der Insel Ko Lanta:)

Krabi in Kürze:

  • Lage: an der Westküste Thailands zur Andamanensee gegenüber Phuket
  • Anreise: gut erreichbar von Bangkok per Flugzeug (täglich mehrere Flüge mit Air Asia oder Thai Airways; ca. 1.5h) oder per Bus (ca. 12h) oder Zug (allerdings keine direkten Zugsanbindung)
  • Highlights: Krabi Stadt (Hafen; Stadtpark; Nightmarket; Longtail Bootsfahrt durch die Mangroven auf dem Krabi River), Krabi Umland (Karstlandschaften; Tiger-Höhlen-Tempel (Wat Tham Seau, 1237 Treppenstufen!); Phranang Beach; Inseln Ko Lanta und Ko Phi Phi; Ko Hang-Archipel; Dschungeltouren zum Emerald Pool) und vieles mehr

Ko Lanta

Auf der Suche nach einer Insel, welche schöne Strände, gute Tauchplätze und intakte Natur bietet, vom Massentourismus noch weitgehend verschont blieb (und so noch nicht so ‚verdorben‘ wie Phuket), aber doch mit einer gewissen Infrastruktur, sind wir schnell auf Ko Lanta gestossen. Und die Insel hat uns definitiv nicht enttäuscht. Ein super Mix aus schöner (und noch grösstenteils) intakter Natur an der Ostküste sowie schöne und einsame Strände an der Westküste mit gemütlichen Strandbars und genialen und authentischern Thai-Restaurants. Und eben nicht zu vergessen die super Tauchgründe.

Doch bevor es unter Wasser geht: unbedingt einen Roller mieten, die Insel auf eigene Faust erkunden und dabei immer schön aufpassen, sich in Erinnerung zu rufen, wo sich die nächste Werkstatt befindet. Denn auf dem Weg in den Naturpark ist der Pneu unseres Rollers von der Last des vergangenen Schlemm-Abends zusammengebrochen, sprich einen Platten behinderte uns merklich. Zum Glück war die Werkstatt (also Werkstatt ist ein wenig übertrieben gesagt) nur ein paar Kilometer entfernt und so konnten wir nach einem Zwischenstopp und sagenhaften 7 Franken Reparaturkosten weiterfahren und den wunderschönen Naturpark am Meer geniessen. Die vielen Äffchen freuten sich mit uns und so mussten wir uns ein wenig gedulden, bis wir diese wieder von unserem Roller weglocken konnten und uns auf den Heimweg in unser traumhaftes Bungalow direkt am Strand machen. Und natürlich nicht vergessen, bei den eindrücklichen Sonnenuntergängen pünktlich zurück zu sein und diese badend im Meer zu geniessen.

Insel Ko Lanta in Kürze:

  • Lage: Teil des Mu Ko Lanta Nationalparks
  • Anreise: via Krabi mit dem Mini-Bus und Fähre oder via Phuket per Boot
  • Beste Reisezeit: Oktober bis Mai
  • Highlights: Tauchen und Schnorcheln, Kajaken, Roller-Fahrten zu den Stränden an der Westküste und dem Naturpark; Insel-Hopping zu Ko Phi Phi; Frühstück auf der Terrasse des Bungalows

 

Tauchen auf Ko Lanta

Ganz speziell freue ich mich natürlich jeweils aufs Tauchen. Obwohl die Vorfreude sich zwar ehrlichgesagt ein wenig ein Grenzen hält aufgrund der vorhandenen Nervosität (ist die Tauchschule sicher? Weiss ich noch, wie ich das Material zusammenschraube? Halten meine Linsen in der Taucherbrille? usw.). Diese Nervosität kann jedoch eine gute und seriöse Tauchschule sehr verringern. Deshalb suchten wir einen Tag vorher den Hauptort Ban Saladan auf und durchsuchten die diversen Tauchschulen nach einem seriösen Anbieter. Natürlich geht das heutzutage einfacher via Internet, doch man will ja in den Ferien auch mal seine Ruhe von der digitalen Welt und so gingen wir ganz altmodisch vor. Unsere Wahl fiel auf die schwedische Tauchschule LantaDiver (ja wenn es keine Schweizer Landgenossen sind, kann man die Schweiz und Schweden ja schon mal vertauschen). Nachdem alle meine Sorgen mehr oder weniger aus dem Weg geräumt waren, konnte ich mich dann doch freuen auf den nächsten Tauchtag.

Und ich sollte nicht enttäuscht werden: am morgen pünktlich abgeholt per Jeep, anschliessend wurden wir aufs Tauchboot in Ban Saladan gebracht, wo unser Material schon auf uns wartete. Die Tauchgänge waren super: weite Sicht, Schildkröten, Moränen, Besenfische, Barrakuda-Schwärme, Engelsfische, Hölen und vieles mehr. UND sobald man wieder auftaucht, geht das Staunen weiter: unser Tauchplatz bei Ko Hah war traumhaft schön inmitten einer Lagune mit 5 Inseln. Und so kehrten wir doppelt traurig zurück ans Festland. Doch mit dem Wissen ‚hier kommen wir sicher wieder zurück‘ geht auch diese Trauer vorüber und man gönnt sich sogar eventuell einen frisch gefangenen und knusprig gebratenen Fisch zum Abendessen;) Und auch hier darf der Dessert nicht fehlen: ein Mango-Sticky Reis bestellen und einfach nur noch geniessen. Der Reis, die Mango, die Stimmung unter den Palmen, das Rauschen des Meers …

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